Jede Stufe braucht einen Auslöser, die nötigen Angaben, eine zuständige Rolle und eine bestätigte Annahme.
Ein Funnel kann gut aussehen, während jedes Team denselben Kontext neu zusammensucht.
Das passiert, wenn Marketing, Sales und Umsetzung ihre eigenen Zahlen und Werkzeuge pflegen. Der Lead bewegt sich weiter. Problem, Zusagen und Verantwortung bleiben zurück.
Die sechs Stufen
| Stufe | Arbeitsfrage | Ergebnis |
|---|---|---|
| Positionierung | Für wen lösen wir welches Problem? | Ein- und Ausschlusskriterien |
| Nachfrage | Wie beginnt ein passender Käufer? | nachvollziehbarer Einstieg |
| Qualifizierung | Wann lohnt der nächste Schritt? | feste Kriterien |
| Übergabe | Was muss die nächste Rolle erhalten? | Kontext und Annahme |
| Leistung | Können wir das Versprechen liefern? | Leistungsumfang, Kapazität und Start |
| Messung | Welche Zahl ändert eine Entscheidung? | Quelle, Eigentümer und Rhythmus |
Messung führt zurück zur Positionierung. Wiederkehrende Rückgaben verändern die Qualifikationsregel. Fehlende Kapazität verändert das Angebot. Eine gute Quelle verändert den Kanal.
Was bei jeder Übergabe feststehen muss
Vier Angaben reichen für den Anfang:
- Was löst die Übergabe aus?
- Welche Angaben müssen mitkommen?
- Welche Rolle übernimmt?
- Wie werden Annahme oder Rückgabe dokumentiert?
Fehlt eine Angabe, beginnt Schattenarbeit. Jemand fragt per Chat nach, kopiert Daten oder führt eine private Liste. Mehr Leads erhöhen diese Arbeit.
Beispiel: 80 Webinar-Kontakte
Ein Webinar erzeugt 80 Kontakte. Marketing markiert 15 als interessant. Sales erhält eine CSV ohne Problem, Anlass oder nächsten Schritt. Sieben Kontakte werden angerufen. Drei erhalten ein Angebot.
Nach der Unterschrift erfährt das Umsetzungsteam, dass ein benötigter Datenzugang sechs Wochen dauert.
Der sichtbare Erfolg sind 80 Kontakte. Der operative Fehler liegt später im Ablauf. Vier Änderungen würden mehr bewirken als zusätzliche Anmeldungen:
- Problem, Anlass, Fit und nächster Schritt als Pflichtfelder
- Annahme durch die zuständige Sales-Rolle
- Kapazitäts- und Datencheck vor dem Angebot
- Abschluss und Rückgabegründe zurück ins Reporting
So prüfen Sie den eigenen Ablauf
Nehmen Sie einen realen Vorgang der letzten 30 Tage. Legen Sie E-Mails, CRM-Felder, Kalendertermine und Übergabedokumente nebeneinander. Markieren Sie jede Rückfrage und jede Suche nach Verantwortung.
Wählen Sie eine Stelle. Definieren Sie Auslöser, Mindestangaben, Empfänger, Annahmezeit und Rückgabe. Automatisieren Sie erst nach diesem Test.
Auch die ISO beschreibt Managementsysteme als verbundene Prozesse, die geplant, betrieben und geprüft werden. Die hier gezeigte Umsetzung ist die MMM-Methode für kommerzielle Abläufe. Sie ist keine ISO-Zertifizierung.
Der Growth System Stress Test prüft dieselben sechs Stufen mit neun Fragen.
Der LinkedIn Post Drafter macht aus einer These zu Positionierung oder Übergabe einen ersten Entwurf ohne erfundene Fakten.
